Veranstaltung des Sozialforums Rosenheim am 19.10.2011 im Bildungswerk zum Thema "Bundesfreiwilligendienst"
Der Diözesancaritasverband München und Freising:
Frau Struwe, Caritaskontaktstelle für Behinderung in Rosenheim:
Arbeiterwohlfahrt Rosenheim:
Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Rosenheim:
Klinikum RoMed:
Nachfragen aus dem Plenum:
Anscheinend hat es bislang seitens der beiden Jobcenter noch keine konkreten Verweisungen oder Anfragen zur „Pflichtteilnahme“ von Hartz IV Empfängern im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes gegeben, es gibt aber einzelne Menschen die von sich aus Hartz IV beziehen und zusätzlich einen Bundesfreiwilligendienst leisten, dort ist es dann so, dass nur ein Grundbetrag von 60 € anrechnungsfrei bleibt zzgl. Der Versicherungspauschale von 30 €
Rosenheim, den 20.10.2011
gez. Helmut Türk-Berkhan, KASA der Diakonie Rosenheim
Das Sozialforum Rosenheim ist ein offener und lockerer Zusammenschluss von im Sozialen Bereich tätigen Einrichtungen und Organisationen. Es gibt weder eine Satzung noch einen Verein oder Vorstand, die „Sache des Sozialen und des Sozialen Gewissens“ ist es wohl, die dieses lockere Bündnis zusammen kommen ließ. Manche haben sich in den fast zehn Jahren des Bestehens wieder verabschiedet oder sind ausgeschieden, andere neu dazugekommen – die Zusammensetzung hängt auch immer ein wenig vom gerade aktuellen Themenschwerpunkt ab.
Mitglieder sind
Geschichte des Sozialforums Rosenheim:
Ende 1996 gab es erste Gespräche, die verschiedenen Partner im sozialgesellschaftlichen Bereich in der Region zusammen zu bringen.
Anfang 1997 fand ein erstes Treffen auf Einladung des damaligen Kreisvorsitzenden des DGB Südostoberbayern, Lorenz Ganterer in Rosenheim statt-
Bald war man sich einig, dass neben dem Kennen lernen, dem internen Verständigungs- und Aushandlungsprozess, sowie dem Informationsaustausch auch um die Herstellung von Öffentlichkeit und Lobbyarbeit gehen müsse.
Dies führte zum 1. Rosenheimer Sozialgipfel am 20.10.1997. 13 verschiedene Statements zu allen Lebenslagen - von der Jugend bis zum Alter, von Frauen- über Arbeitslosigkeit bis zur Sozialhilfe - wurden vorgetragen, dem schloss sich eine Podiumsdiskussion an.
Das Jahr 1998 war durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Regionalfernsehen Rosenheim gekennzeichnet, eine Sendeserie zu verschiedenen sozialen Themen in der Region, die sich aus den Ergebnissen des 1. Rosenheimer Sozialgipfels weiterentwickelt hatten konnte vom Sozialforum geplant und umgesetzt werden. Zwei Sendezeiten zu den Themen „Generationenvertrag“ und „Grundsicherung“ schlossen dieses Projekt Ende 1998 ab.
Am 2.10.1999 fand auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim der 2. Rosenheimer Sozialgipfel in Form einer Präsentation und Information vieler sozialer Einrichtungen und Organisationen mit Infoständen und Aktionen statt. Das Motto des Tages lautete „Unter einem Dach – für den Erhalt des Sozialstaats“.
Nachdem im Jahr 2002 Kommunalwahlen anstanden, hat das Sozialforum mit zwei Veranstaltungen aus seiner Sicht darauf Bezug genommen. Am 16.1.2002 fand ein gut besuchtes Podiumsgespräch zu sozialen Themen, Schwerpunkt „Familienpolitik“, mit den KandidatenInnen für das Amt des/der OB in Rosenheim, einige Wochen später mit den KandidatenInnen für das Amt des Landrates/der Landrätin in Stephanskirchen statt.
Im Juli 2002 informierte sich das Sozialforum über das in der Stadt neu platzierte Projekt „Soziale Stadt“, ein Versuch, soziale und wohnungspolitische Negativentwicklungen in Stadtteilen durch Bewohnerengagement und bürgerschaftliches Engagement positiv zu beeinflussen.
2003 verzeichnete einen eher bildungspolitischen Ansatz des SF mit einem öffentlichen Gesprächsabend zum Thema „Armut, - wie sieht sie aus?“ Die Armut – sehen, urteilen, handeln.
Arbeitslosigkeit und Armut – Aspekte im Rahmen der neuen Gesetzgebung
Reichtum und Armut als Herausforderung für kirchliches Handeln
Referenten waren Dr. Thomas Steinforth vom Diözesancaritasverband München und Robert Günthner vom DGB Bayern, Abteilung Sozialpolitik.
Eine größere Veranstaltung fand am 13.11.2003 mit dem Vorsitzenden der GEW Bayern, Georg Wiesmaier statt. Er referierte an diesem Tag über die Ergebnisse der ersten Pisa Studie und Möglichkeiten vor allem aus Finnland, wie man ein Schulsystem demokratischer, durchlässiger und erfolgreicher organisieren kann. Der Titel hieß: „Warum beenden viele SchülerInnen ihre Schullaufbahn ohne Abschluss?“
2004 fanden mehrere interne Veranstaltungen des SF statt. U.a. zu folgenden Themen:
2005 ging es dann wieder stärker in Richtung Öffentlichkeit.
Bereits am 2.2.2005 fand eine öffentliche Veranstaltung, wie schon oft zuvor im Katholischen Bildungswerk in Rosenheim, zum Thema „Arbeit um jeden Preis – 1 € Jobs“ statt, die gut besucht war.
Es folgten ein Referat mit Diskussion zum Thema „Was ist gute Arbeit – Arbeitsplatzentwicklungen in Bayern“ mit Prof. Kistler aus Augsburg am 25.10.2005.
Am 14.2.2006 konnte das SF Rosenheim den SZ Redakteur Franz Kotteder aus München gewinnen. Er las aus seinem Buch „Die Billiglüge“ vor und stand anschließend rund 200 interessierten ZuhörernInnen Rede und Antwort.
Im April 2006 fand die Diskussions- und Gesprächsrunde zum Thema: "Und was bringt und das?! Ein Jahr Hartz IV und 1-Euro-Jobs" eingeladen. Gesprächspartner waren Robert Günthner (Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik, DGB Bezirk Bayern), Christian Meixner (Leiter der ARGE Rosenheim Stadt) und Michael Wüstendörfer (Diakonisches Werk Rosenheim).
Beim Treffen im September 2006 informierte Helmut Türk-Berkhan über die aktuelle Sozialpolitik des Sozialforums Rosenheim.
Zum Thema "Reiches Land - Arme Kinder" über die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in Bayern lud das Sozialforum zu einer Veranstaltung mit Dr. Thomas Beyer (AWO Landesvorsitzender) im Juni 2007 ein.
Das Jahr 2008 stand ganz unter dem Thema Kommunalwahlen in Rosenheim. Im Januar 2008 fand eine Podiumsdiskussion der Bürgermeister Kandidat/Innen statt, sowie eine Podiumsdiskussion der Kandidaten zu Landratswahl.
"Für ein soziales Europa - aber wie?" war das Thema einer Veranstaltung der Europawahl-Kandidaten Dr. Gabriele Stauner (CSU), Wolgang Kreissl-Dörfler (SPD), Thomas HÄndel (Die Linke), Max Winter (FW) und Dr. Jens Maceiczyk (FDP) im Mai 2009.
Im Juni 2010 referierte Ulrike Mascher (Präsidentin des VdK Deutschland) über das Thema "Armut im Alter - Wie entsteht Altersarmut und was kann dagegen getan werden."
Mit der Bundestagsabgeordneten Angelika Graf (SPD) wurde im Herbst 2010 über die Gesundheitsreform diskutiert und die Positionen des Sozialforums klargestellt.
Im Mai 2011 wurde das Sozialforum Rosenheim vom Geschäftsführer des Jobcenters Rosenheim Stadt über die aktuellen Änderungen seit Januar informiert.
Für den Herbst dieses Jahres ist eine Veranstaltung zum Thema: "Ende des Zivildienstes - was jetzt?" geplant.
Zusammenstellung:
Helmut Türk-Berkhan, Christa Müller